Artikel-Schlagworte: „florenz“
Virtueller Rundgang durch UNESCO Weltkulturerbe San Gimignano
Seit dem Jahre 1990 gehört San Gimignano zum UNESCO Weltkulturerbe und damit gehört der Ort auch neben Florenz, Siena und Pisa zu einem der meistbesuchtesten Ziele der Toskana. Der Ort San Gimignano wird wegen seiner zahlreichen Geschlechtertürme gerne auch als mittelalterliches Manhatten oder Stadt der Türme genannt. Heute stehen dort noch 14 von seinen einst 72 Türmen. Weiter ist der Ort auch wegen seines DOCG Weines Vernaccia di San Gimignano beliebt. Wer mal vorab schon als über dieses interessante mittelalterliche UNESCO Örtchen schlendern möchte, dem bietet sich nun die Möglichkeit auf dem Reiseführer Toskana. Gestartet kann dieser Rundgang an diversen Stellen des Ortes: Porta San Giovanni, Piazza del Duomo Ansicht 1, Piazza del Duomo Ansicht 2, Piazza Cisterna . Wer ein wenig auf der Piazza Cisterna umherschaut wird auch die immer wieder von vielen Lesern gern erwähnte Eisdiele Gelateria di Piazza erkennen, wo man sehr gut Eis essen kann. Wer nun vielleicht Geschmack gefunden hat, hier eine Übersicht an über 300 Ferienwohnungen rund um San Gimignano.
http://www.vimeo.com/9641690Ausstellung : PARIGI CAPITALE DELLA FOTOGRAFIA 1920-1940 in Florenz
Seit Anfang der 1920er Jahre gilt Paris als Treffpunkt für die kulturelle Avantgarde und hat den Status als Zentrum der neuen europäischen Fotografie. Fotografen aus allen möglichen Ländern und Hintergründen kamen nach Paris , angezogen durch den Ruf der modernen Stadt und des wirtschaftlichen Wohlstandes. Viele Künstler sahen die moderne Stadt als Zufluchtsort und Oase der Freiheit. Die Fotografie erfuhr dadurch große kreative Ernergie.
Französische Fotografen wie Jacques-André Boiffard, Florence Henri, Maurice Tabard, Roger Schall, Henri Cartier-Bresson, Emmanuel Sougez, Pierre Boucher, und René Zuber , aber auch die ausländischen Fotografen wie die Deutschen Germaine Krull, Erwin Blumenfeld, Marianne Breslauer, Gisèle Freund, und Ilse Bing, die Ungarn Ergy Landau, André Kertész, Rogi-André, André Steiner, François Kollar, und Brassaï, die Russen Hoyningen-Huene und Rudomine, die Amerikaner Man Ray und Berenice Abbott, die belgische Raoul Ubac, und die litauische Moses Vorobeichicbilden zusammen ein Zeitdokument dieser Zeit und dieser Austellung.
Dies ist die erste Ausstellung über die Fotografie in dieser wichtigen historischen Zeit: mehr als 100 Jahrgänge von mehr als 40 Fotografen, die zwischen 1920 und 1940 in Paris arebieten und lebten. PAUME von JEU DE PARIS zeigt in Zusammenarbeit mit der Fondazione Fratelli Alinari “PARIGI CAPITALE DELLA FOTOGRAFIA 1920-1940″
Die Ausstellung ist täglich geöffnet außer Mittwoches von 10 -19 Uhr
Eintrittspreis : Erwachsene 9 € (inkl. Ausstellung und Museum) – Ermäßigt € 7,50 – Eintritt für Schulen: € 4 pro Person
Wo : MNAF Alinari National Museum of Photography – Piazza Santa Maria Novella 14a – Florence Florenz
Robert Mapplethorpe – eine Retrospektive in NRW Forum Düsseldorf
Wer im Jahr 2009 die Ausstellung “Robert Mapplethorpe – Die Perfektion in Form” in der Galleria dell’Accademia in Florenz verpasst hat und gerne eine neue Ausstellung besuchen möchte, der hat nun die Möglichkeit vom 6. Februar im NRW Forum in Düsseldorf die Ausstellung “Robert Mapplethorpe – eine Retrospektive” zu besichtigen.
Der 1946 geborene und 1989 verstorbene Robert Mapplethorpe ist einer der wenigen Künstler, denen es vergönnt ist, weit über die Grenzen der Kunstwelt hinaus bekannt zu werden. Er dominierte die Fotoszene des ausgehenden 20. Jahrhunderts und öffnete den Weg zur Anerkennung der Fotografie als Kunstform, er verankerte das homosexuelle Sujet in der Massenkultur; er entwarf in der Fotografie ein klassizistisches Bild vom meist männlichen Körper, das Eingang in die kommerzielle Fotografie fand. Insbesondere in den USA wurde sein Werk kontrovers diskutiert; bis zum Ende des 20. Jahrhunderts wurden Ausstellungen seiner Fotografien boykottiert, zensiert oder geschlossen. Umstritten waren stets seine radikalen Darstellungen von Nacktheit und sexuellen Handlungen. Insbesondere Fotos von sado-masochistischen Praktiken führten dazu, dass es bei Ausstellungen Protestkundgebungen gab und Museumsdirektoren angezeigt wurden. In Japan hat das Oberste Gericht erst 2008 festgestellt, dass Mapplethorpes erotische Bilder nicht gegen das Pornografieverbot verstießen und damit einen acht Jahre lang beschlagnahmten Band mit Mapplethorpe-Fotografien freigegeben. Für den amerikanischen Kritiker Arthur C. Danto schuf Mapplethorpe »einige der schockierendsten – und gefährlichsten – Bilder der modernen Fotografie oder sogar der Kunstgeschichte«.
Die Ausstellung im NRW-Forum umfaßt in aller Offenheit alle Bereiche Mapplethorpes Schaffen wie Portraits und Selbstportraits, Homosexualität, Aktfotografien, Blumenaufnahmen und als Quintessenz die fotografischen Aufnahmen von Skulpturen; sie schließt die frühen Polaroids ein. Die Ausstellung ordnet die Fotografien nach Themen wie Selbstportraits einschließlich jener berüchtigen Aufnahme, die ihn mit einer in seinen Anus eingeführten Bullenpeitsche zeigt, und geradezu poetischen Aufnahmen seiner Gefährtin Patti Smith; den Fotografien schwarzer Männer und weißer Frauen, wie der Bodybuilderin Lisa Lyon; der Gegenüberstellung von Penissen und Blumen, die Mapplethorpe in einem Interview selbst provozierte: »… I’ve tried to juxtapose a flower, then a picture of a cock, then a portrait, so that you could see they were the same.«; und schließlich jenen Aufnahmen von klassischer Schönheit, die sich an den Skulpturen der Renaissance orientierten, sowie den beeindruckenden Portraits von Kindern und Berühmtheiten seiner Zeit.
Diese Zusammenstellung zeigt Robert Mapplethorpe – bei allen offensichtlichen Rückgriffen auf die Schönheitsideale der Renaissance wie auf die fotografische Historie von Wilhelm von Gloeden bis Man Ray – als einen Künstler, der in seiner Zeit verankert ist; seine Zeitgenossen sind Andy Warhol und Brice Marden; Polaroids sind in den 1970er Jahren das Medium der Wahl und die Auseinandersetzung mit Körper und Sexualität ist bei vielen Künstlern – etwa Vito Acconci oder Bruce Nauman – ein Thema, das zentral für einen gesellschaftlichen Wandel war. Vor allem aber entwickelt Robert Mapplethorpe einen eigenen fotografischen Stil, der den Idealen von Perfektion und Form huldigt. »I look for the perfection of form. I do this in portraits, in photographs of penises, in photographs of flowers.«. Die Präsentation auf schneeweißen Wänden, in schlichten eigens für die Ausstellung gefertigten Rahmen trägt dieser Betrachtung Rechnung und führt weg von der verschämten Boudoir-Präsentation auf flieder- und lila-farbenen Wänden, wie sie jahrelang die Ausstellungen Mapplethorpes beherrschten.
Die Auswahl von 150 Fotografien umspannt frühe Polaroids von 1973 bis hin zu seinen letzten Selbstportraits aus dem Jahr 1988, die ihn bereits gezeichnet vom nahen Tod zeigen, und präsentiert viele bekannte, geradezu ikonische Motive aber auch bislang nie oder nur selten gezeigte Arbeiten. Sie schöpft aus dem Fundus der New Yorker Robert Mapplethorpe Foundation.
Die Ausstellung wird begleitet von einem neuartigen Mobilphone-Guide: Jeder Besucher kann im NRW-Forum (zum Ortstarif) mit seinem Handy Kommentare zu den Themenräumen und zu einzelnen Werken der Ausstellung abrufen. O-Töne und Zitate schaffen einen virtuellen Raum, in dem sich die Interpretation des Schaffens von Robert Mapplethorpe entfaltet.
Hinweis:
Viele Motive in Mapplethorpes Fotografien sind eindeutig sexueller und homoerotischer Natur und können Besucher, insbesondere jugendliche, in ihren Empfindungen verstören.
Robert Mapplethorpe
6. Februar – 15. August 2010
NRW-Forum Kultur und Wirtschaft, Ehrenhof 2, 40479 Düsseldorf
www.nrw-forum.de
Öffnungszeiten
Di – So: 11 – 20 Uhr
Fr: 11 – 24 Uhr
Ausstellung “Santi poeti navigatori” in Florenz
Auch in diesem Jahr findet die Austellung nie zuvor gesehene Reihe wieder Einkehr in die Uffzien nach Florenz. Diese von vielen Besuchern sehr geschätzte Reihe von Initiativen, sehr originell innerhalb der italienischen Kulturszene, wird durch die Freunde der Uffizien gefördert und von der Galerie, kuratiert. Seit neuen Jahren widmet sich der Verband der Förderung von kostenlosen Ausstellungen von mehr oder weniger unbekannten Werken, die aber sehenswert sind. Die Ausstellung ” Santi poeti navigatori” in Florenz läuft noch bis 31. Januar in der Sala delle Poste Reali, Piazzale degli Uffizi, Florenz. Der Eintritt ist frei. Öffnungszeiten : 10.00-17.00 Montags geschlossen und an Weihnachten.
Robert Mapplethorpe – Die Perfektion in Form in der Galleria dell’Accademia
Vom 26. Mai bis 27. September 2009 zeigt die Galleria dell’Accademia eine einzigartige Ausstellung von Robert Mapplethorpe. Die Ausstellung widmet sich den großen amerikanischen Fotografen Robert Mapplethorpe, den zwanzigsten Jahrestag seines Todes, zum ersten Male in der ‘Accademia in Florenz, dem “Museum Michelangelo”. Obwohl zwischen den beiden Künstlern Jahrhunderte dazwischen liegen , prägen beide die Welt nachhaltig. We dieses nicht verpassen möchte hat noch bis 27. September die Möglichkeit , die Austellung zu besichtigen. Der Eintrittspreis liegt bei 10,00 Euro (inklusive Eintritt ins Museum) – Ermäßigt 5,00 Euro für EU-Bürger zwischen 18 und 25 Jahren, dagegen sogar kostenlos für die Bürger der Europäischen Union unter 18 und über 65 Jahre. Ein besonderes Spezial gibt es aber trotzdem :
Von 28. Mai bis 10. September jeden Donnerstag zur Eröffnung der Ausstellung von 19:00 bis 21:00 Uhr kostenloser Eintritt und vom 7. Juli bis 29. September jeden Dienstag zur Eröffnung des Museums und der Ausstellung von 19:00 bis 21:00 Uhr kostenpflichtiger Eintritt. Somit sicherlich ein Anreiz sich diese Austellung mal anzuschauen.
Erste Hitzewelle 2009 in Italien
Die erste Hitzewelle erreicht Italien – schon seit Tagen erreichen die Temperaturen schon durchschnittlich über 30 Grad – dazu kommt jetzt die hohe Luftfeuchtigkeit über 40 Prozent. Der italienische Zivilschutz hat deswegen seit gestern wieder Alarm geben. Besonders betroffen sind die Städte zwischen Bozen bis Rom – hier sind besonders ältere oder kranke Menschen und Kleinkinder betroffen. Bozen , Florenz und Rom sollen um 33-234 Grad erreichen – besonderns die hohe Luftfeuchtigkeit ist ein Spazieren gehen in diesen Städten eine Qual. Besonders in Städten, wo sich die Hitze anstaut, klappen häufig ätere Touristen wegen Kreislaufproblemen zusammen. Hier sollte man sich während der Mittagszeit an kühlen Orten aufhalten und nicht in der prallen Sonne die Sehenswürdigkeiten anschauen. Rom kündigte zum Wochenende die kostenlose Verteilung von Eis und Mineralwasser in öffentlichen Parks und Grünanlagen an. Das schöne Wetter soll zwar anhalten , aber die Temperaturen sollen ab Montag wieder leicht fallen.
Balestro del Girifalco in Massa Marittima
Massa Marittima erfreut sich im Sommer grossen Ansturm von Touristen – kein Wunder – diese kleine mittelalterliche Städtchen präsentiert sich mit einem mittelaterlichen Spektakel – dem Galestro del Girifalco. Wie die Städte Florenz und Siena putzt sich auch Massa Marittima heraus.
Das Fest wird mit einem Umzug in historischen Gewändern eröffnet und bietet den Armbrustschützen, die jeweils für ihr Stadtviertel antreten, die Herausforderung, gegeneinander im unblutigen Kampfspiel anzutreten. Wie es der italienischen Lebensart entspricht, endet das Spektakel in einem fröhlichen Volksfest mit Wein, Weib und Gesang.


Il Balestro del Girifalco findet zweimal im Jahr statt – am vierten Sonntag im Mai und am zweiten Sonntag im August. 2009 findet das mittelalterliches Spiel am 24. Mai 2009 und 9. August 2009 statt. Ferienwohnungen in Massa Marittima findet man hier
Donna Leon oder wer ist Magdalen Nabb ?
Wer kennt nicht die Krimis von Donna Leon , die in der Lagunenstadt Venedig spielen – Donna Leon ist mit der Romanfigur Commissario Brunetti weltweit bekannt geworden – aber es gibt auch eine Krimireihe , die in der Toskana spielt. Also wer Florenz-Krimis mal lesen will, der sollte hier mal die Schriftstellerin Magdalen Nabb näher anschauen. Sie hatte zur Titelfigur Maresciallo Guarnaccia über 13 Romane geschrieben. 2007 ist die Schriftstellerin in Florenz verstorben.
Hier die Liste der Bücher aus der Maresciallo Guarnaccia Reihe:
- Tod eines Engländers – Death of an Englishman
- Tod eines Holländers – Death of a Dutchman
- Tod im Frühling – Death in Springtime
- Tod im Herbst – Death in Autumn
- Tod in Florenz – The Marshal and the Murderer
- Tod einer Verrückten – The Marshal and the Madwoman
- Tod einer Queen – The Marshal´s Own Case
- Tod im Palazzo – The Marshal makes his Report
- Geburtstag in Florenz – The Marshal at the Villa Torrini
- Das Ungeheuer von Florenz – The Monster of Florence
- Alta Moda – Property of Blood
- Nachtblüten – Some bitter Taste
- Eine Japanerin in Florenz Rezension – The Innocent
- Vita Nuova – Vita Nuova